Hintergrund

Landschaftsgärtner-Landesmeister aus Bad Bramstedt und Rellingen kämpfen in Berlin um den Titel „Deutscher Meister 2017“

Training für die Deutsche Meisterschaft: Die Landschaftsgärtner-Landesmeister Till Stracke (Foto 1 vorne) und Lisa Sanja Koszlat bekommen auf der Übungsbaustelle in Bad Bramstedt Tipps von Steinmetz Niels Peckhold. Foto: Wandrey Garten- und Landschaftsbau
Training für die Deutsche Meisterschaft: Die Landschaftsgärtner-Landesmeister Till Stracke (Foto 1 vorne) und Lisa Sanja Koszlat bekommen auf der Übungsbaustelle in Bad Bramstedt Tipps von Steinmetz Niels Peckhold. Foto: Wandrey Garten- und Landschaftsbau
Jeder macht das, was er am besten kann: Till Stracke und Lisa Sanja Koszlat üben die Bauaufgabe für die Deutschen Meisterschaften in Berlin und verteilen die Aufgaben wie Mauerbau, Pflastern, Pflanzen und Holzarbeiten. Foto: Wandrey Garten- und Landschaft

Seit dem 17. Juni 2017 sind die angehenden Landschaftsgärtner Till Stracke vom Unternehmen Wandrey Garten- und Landschaftsbau GmbH in Bad Bramstedt und Lisa Sanja Koszlat von der Borgmann Garten- und Landschaftsbau GmbH in Rellingen die neuen schleswig-holsteinischen Landesmeister im Garten- und Landschaftsbau. Den Titel holten die beiden Auszubildenden beim diesjährigen Berufswettkampf „Landschaftsgärtner-Cup Nord“ in Rostock, bei dem die Landschaftsgärtner des Nordens jedes Jahr ihre talentiertesten Nachwuchskräfte ermitteln. Obwohl erst im ersten Lehrjahr, konnten sich die beiden Nachwuchstalente aus beim Wettbewerb als Team erfolgreich gegen die weitaus erfahrenere Konkurrenz aus dem eigenen Land und den Nachbarländern durchsetzen. Mit dieser beeindruckenden Leistung qualifizierten sich Stracke und Koszlat für den Bundesentscheid am 8. Und 9. September auf der IGA in Berlin. Dort werden sie sich beim bundesweiten Landschaftsgärtner-Cup mit den Landesmeistern aller Bundesländer messen und nach dem Titel „Deutscher Meister Garten- und Landschaftsbau 2017“ greifen.

Übung macht den Deutschen Meister: Vorbereitung im „Trainingslager“ Bad Bramstedt

Zwölf Landesmeister-Teams aus ganz Deutschland geben beim Bundesentscheid auf dem Berliner IGA-Gelände gärtnerisch sozusagen Vollgas. Die Aufgabe: Alle Teams bauen nach einem festgelegten Plan innerhalb von zwei Tagen auf Arealen von 16 Quadratmetern denselben anspruchsvollen Garten, der die wichtigsten landschaftsgärtnerischen Arbeiten vereint: einen kleinen Teich, eine Natursteinmauer, ein Mosaikpflaster, Pflanz- und Rasenflächen sowie eine Pergola aus Holz. 16 Stunden hat jedes Team für diese Aufgabe Zeit. „Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass die einzelnen Arbeiten teilweise sehr umfangreich sind. Uns ist klar, dass wir es in Berlin mit den besten Nachwuchs-Landschaftsgärtnern aus ganz Deutschland zu tun haben werden. Da kommt es wirklich aufs kleinste Detail an“, sagt Sanja Koszlat. Dies sehen auch die Ausbilder der aktuellen Landesmeister so und unterstützen ihre Auszubildenden mit vollem Einsatz bei der Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften. Beide wurden vor dem Wettkampf für eine Woche freigestellt, um die Bauaufgabe gemeinsam auf dem Betriebsgelände der Wandrey Garten- und Landschaftsbau GmbH in Bad Bramstedt  proben zu können. Den Bauplan haben sie, wie alle Teams, vorab zugeschickt bekommen.

„Wir fangen um 6:30 Uhr morgens an und arbeiten dann bis etwa 16:00 Uhr auf der Übungsbaustelle. Unser Ziel ist, den Garten mindestens zweimal zu bauen, so dass jeder von uns einmal alles gemacht hat. Danach wollen wir dann die Aufgaben so verteilen, dass beim Wettkampf jeder das macht, was er am besten kann“, erklärt Till Stracke. Denn bei der starken Konkurrenz, da sind sich die beiden Schleswig-Holsteiner sicher, muss in Berlin jeder Handgriff sitzen. Dies ist vor allem beim Bau derjenigen Gartenelemente eine Herausforderung, die für die beiden Auszubildenden aus dem hohen Norden Neuland sind. „Wir müssen zum Beispiel eine Mauer aus Muschelkalkstein bauen. Die Steine müssen hierfür rund geschlagen werden, und zwar mit Hammer und Meißel. Derartige Arbeiten sind in Süddeutschland gängig, im Norden aber ganz und gar nicht üblich. Hier fehlt uns die Erfahrung“, sagt Till Stracke. Um dieses Defizit auszugleichen, heuerten die Ausbilder extra einen Steinmetz an, der den beiden Landesmeistern einen Crash Kurs in Natursteinbearbeitung ohne Motorsäge gab. „Das war total hilfreich, und abgesehen von den Deutschen Meisterschaften werden wir hiervon auf jeden Fall langfristig profitieren“, berichtet Lisa Sanja Koszlat begeistert.

Ein wenig Lampenfieber haben die beiden schon, freuen sich aber auch auf den Wettkampf in Berlin. „Natürlich hoffen wir, dass wir für Schleswig-Holstein eine gute Platzierung nach Hause bringen werden. In jedem Fall wird es aber eine weitere spannende Erfahrung sein“, ist sich Lisa Sanja Koszlat sicher.

„Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“ ist die beliebteste gärtnerische Ausbildung

Neben dem sportlichen Aspekt dienen die Berufswettkämpfe des Garten- und Landschaftsbaus auf Landes- und Bundesebene auch dazu, den Beruf des Landschaftsgärtners noch bekannter zu machen und seine Vielfältigkeit zu präsentieren. Aus diesem Grund finden die Meisterschaften stets in der Öffentlichkeit statt. So auch der Landschaftsgärtner Cup in Berlin. Als Ausbilder und Referent für Nachwuchswerbung beim Fachverband Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein setzt sich Adonis Andresen im nördlichsten Bundesland dafür ein, den Nachwuchs im GaLaBau zu sichern. „Mir ist es ein Anliegen zu zeigen, dass Landschaftsgärtner weit mehr machen als Rasenmähen und Blumen gießen“, sagt Andresen. Dies wissen auch immer mehr Schulabgänger, die vor der Berufswahl stehen: In den vergangenen 15 Jahren entschieden sich jedes Jahr mehr als die Hälfte der jungen Menschen, die eine Ausbildung im Gartenbau beginnen wollten, für die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Damit ist der GaLaBau die beliebteste der insgesamt sieben gärtnerischen Fachrichtungen.

www.landschaftsgaertner.com

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Unsere Auszubildende Lisa Sanja Koszlat ist Landesmeisterin

Sechs Stunden lang bauten Lisa Sanja Koszlat und Till Stracke beim Landschaftsgärtner-Cup Nord an ihrem Meisterstück: einem 16 Quadratmeter großen Garten. Für die perfekte Ausführung wurden sie mit dem Titel „Landesmeister Schleswig-Holstein 2017“ belohnt
Miniaturgärten aller Wettkampfteilnehmer
die besten Nachwuchs-Landschaftsgärtner Schleswig-Holsteins

Die neuen schleswig-holsteinischen Landesmeister im Garten- und Landschaftsbau kommen aus Bad Bramstedt und Rellingen

Am vergangenen Freitag und Samstag bot sich den Besuchern des Rostocker Stadthafens ein ungewohntes Bild: 38 Nachwuchstalente des norddeutschen Garten- und Landschaftsbaus gärtnerten, hämmerten, maßen und manövrierten am Kempowski-Ufer um die Wette. Beim Berufswettkampf „Landschaftsgärtner-Cup Nord“ ließen die Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg ihre talentiertesten Auszubildenden in 19 Zweierteams gegeneinander antreten - und kürten so ihre Landesmeister. Aus den acht schleswig-holsteinischen Teams stachen Till Stracke vom Unternehmen Wandrey Garten- und Landschaftsbau in Bad Bramstedt und Lisa Sanja Koszlat vom der Borgmann Garten- und Landschaftsbau GmbH in Rellingen durch überdurchschnittlich gute Leistungen hervor. Sie sicherten sich als Team den 1. Platz auf schleswig-holsteinischer Landesebene und den 2. Platz in der länderübergreifenden Gesamtwertung. Besonders beachtlich: Beide Auszubildende sind in ihren Betrieben im ersten Lehrjahr. Umso beeindruckender ist es, dass sie sich gegen die erfahrenen Wettstreiter aus den zweiten oder dritten Lehrjahren behaupten konnten.

Als neue schleswig-holsteinische Landesmeister treten die Nachwuchstalente am 8. September 2017 für ihr Land beim Bundesentscheid auf der IGA Berlin an, wo sie mit den landschaftsgärtnerischen Landesmeistern aller Bundesländer um den Titel „Deutscher Meister 2017“ gärtnern.

Landesmeister: „Struktur und Zeitmanagement sind das A und O“

Die frisch gebackenen schleswig-holsteinischen Landessieger meisterten die sieben Stationen des Cups bravourös und konnten somit im Laufe des Wettbewerbes ihren Punktevorteil gegenüber der Konkurrenz immer weiter ausbauen. Den Ausschlag gab die Bauaufgabe, die mit einer Gewichtung von 65 Prozent in die Gesamtwertung eingeht. Beide konnten es kaum fassen, dass sie als Auszubildende im ersten Lehrjahr die starke Konkurrenz hinter sich lassen konnten: „Wir wurden von unseren Ausbildern als Team für den Cup vorgeschlagen und hätten nie erwartet, dass wir hier so gut abschneiden. Natürlich haben wir vorher den Plan der Bauaufgabe durchgesprochen und versucht, die Aufgaben sinnvoll zu verteilen. Aber da wir in unterschiedlichen Betrieben arbeiten, konnten wir noch nicht einmal gemeinsam üben“, berichtete Lisa Sanja Koszlat. Ihr Teamkollege Till Stracke ergänzte mit einem Lachen: „Ich kann es kaum glauben, dass wir tatsächlich neue schleswig-holsteinische Landesmeister sind! Hätten wir uns vorher keinen Zeitplan für die Bauaufgabe zurechtgelegt und versucht uns zu strukturieren, hätte das sicherlich im Chaos geendet!“ 

Landschaftsgärtner-Cup Nord: Voller Einsatz an sieben Stationen

Der Landschaftsgärtner-Cup Nord findet jährlich im Rotationsprinzip in einem der drei teilnehmenden Bundesländer statt – am 16. Und 17. Juni bereits zum 21. Mal. Ausgerichtet wird er im Wechsel von den Fachverbänden für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. In diesem Jahr war der mecklenburgische Fachverband Gastgeber und hatte mit dem malerischen Kempowski-Ufer inmitten des Rostocker Stadthafens von der Stadt Rostock einen exponierten Austragungsort zur Verfügung gestellt bekommen. Bevor die drei Verbände hier die besten Nachwuchskräfte ihrer Zunft küren konnten, durchliefen die zum Cup zugelassenen Azubis an beiden Wettkampftagen unter den interessierten Blicken zahlreicher Zuschauer insgesamt sieben Stationen. Das professionelle Bearbeiten von Natursteinen und das Bestimmen von Pflanzen waren hier ebenso gefragt wie der geschickte Umgang mit technischen Geräten, zum Beispiel Bagger und Messinstrumente. Darüber hinaus prüfte die Jury, bestehend aus erfahrenen Ausbildern, das Wissen rund um das Thema Arbeitssicherheit.

Herzstück und größte Herausforderung des Cups war auch in diesem Jahr die Bauaufgabe, bei der die 19 Teams innerhalb von sechs Stunden einen 16 Quadratmeter großen Garten nach festgelegtem Plan errichten mussten. Im Stadthafen Rostock reihten sich die fertigen Gärten am Nachmittag des 17. Juni in einer grünen Flucht entlang des Kempowski-Ufers. Kleine Kunstwerke, die von Pflanz- und Rollrasenflächen über Pflasterungen aus Natursteinen bis hin zu einem Holzpodest und einer dekorativen Weidenwand alles zu bieten hatten, was auch einen weitaus größeren Garten zur Wohlfühloase macht.

Plätze 2 und 3 gehen an den Kreis Rendsburg-Eckernförde

Neben dem Sieger-Duo Stracke und Koszlat setzten sich vor allem Dennis Hartwig und Valentin Kurzeck vom Fachbetrieb Erwin Rumpf Garten- und Landschaftsbau in Nortorf gegen die landesinterne und landesübergreifende Konkurrenz durch. Die beiden Auszubildenden kamen auf Platz 2 in der schleswig-holsteinischen Wertung und konnten sich außerdem über den 3. Platz in der Gesamtwertung aller teilnehmenden Bundesländer freuen. Auf den 3. Platz in der schleswig-holsteinischen Landeswertung schaffte es ebenfalls  ein Team aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde: Hendrik Klenk und Jens Zyballa von der Be Wi Be Garten- und Landschaftsbau GmbH mit Sitz in Hohenweststedt.

Mecklenburg-Vorpommern holt den Gesamtsieg

Den besten Eindruck im länderübergreifenden Wettbewerb hinterließen Kassandra Eißrich und Sven Lehnhardt aus Rostock. Als Auszubildende bei der Rostocker alpina ag war der Cup für sie sozusagen ein Heimspiel. Das Team trug den Pokal des Gesamtsiegers nach Hause und darf sich außerdem künftig „Landesmeister Mecklenburg-Vorpommern 2017“ nennen. Neue Landesmeister in Hamburg (inklusive Metropolregion) sind Maurice Junge und Tobias Löding, Auszubildende im Betrieb Steffen Heuer Garten- und Landschaftsbau in Rosengarten-Iddensen.

Am Ende des Tages waren die Gewinnerteams genauso zufrieden mit dem Landschaftsgärtner-Cup Nord wie die Organisatoren der Veranstaltung: „Der Cup Nord ist zum einen anerkannter Berufswettkampf, dient zum anderen aber auch dazu, in aller Öffentlichkeit die Vielfältigkeit und Schönheit des Berufes zu präsentieren. Das ist uns auch dieses Jahr gelungen, und wir freuen uns, dass wir in den Rostockern so viele begeisterte Zuschauer hatten“, sagte Adonis Andresen, Ausbilder und Referent für Nachwuchswerbung beim Fachverband Schleswig-Holstein (FGL).

Landschaftsgärtner: Rosige Berufsaussichten

Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, so heißen Landschaftsgärtner korrekt. Sie bauen und pflegen private Gärten, Sportanlagen und öffentliche Parks. Sie pflastern Wege und Plätze und sind in Naturschutzprojekten beteiligt. Sie modellieren große und kleine Landschaften, verlegen automatische Bewässerungsanlagen oder Lichtinstallationen in Gärten, bauen Wasserläufe und Schwimmteiche. Eine Portion Kreativität und  soziale Kompetenzen schaden nicht, um erfolgreich zu sein, dies ist besonders für das Arbeiten im Team und die Beratung der Kunden wichtig ist. „Nach der bestandenen Ausbildung stehen die Jobchancen gut, Landschaftsgärtner sind in ganz Deutschland sehr stark nachgefragt. Die Arbeitslosenquote ist sehr gering “, weiß Adonis Andresen, Ausbilder und Referent für Nachwuchswerbung beim Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein e.V. (FGL).

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